Modul 37
12 V-5 M37
Resilienz – Gedeihen trotz widriger Umstände
In der Begleitung Schwerkranker, Sterbender und Trauernder wird mitunter der Eindruck erweckt, dass durch fachgerechtes Handeln oder durch ein komplementäres Zusammenwirken von Experten eine elementare Erschütterung im Erleben eigener Begrenztheit gemindert und Leid dadurch kontrolliert werden kann.
Dieser Annahme, dass Schwerkranke und Trauernde immer die Bedürftigen sind, steht das Phänomen der Resilienz entgegen. Es versucht zu fassen, dass Menschen in der Erfahrung schwieriger Lebensumstände nicht nur „durchkommen“, sondern Kompetenzen für ein gelingendes Leben entwickeln.
Ursprünglich beschreibt der Begriff Resilienz die Verformbarkeit von Werkstoffen. Die Psychologie sieht in Resilienz eher die Fähigkeit und den Zugang zu Balance und Selbstregulation. Wie kann es Menschen gelingen, in extremer Belastung und im Leid gesund zu bleiben und so etwas wie Toleranz gegenüber dem Unklaren, zunächst nicht Lösbaren zu entwickeln?
In diesem Workshop wird das Resilienzkonzept vorgestellt und in Beziehung gesetzt zu den persönlichen Erfahrungen sowie der Arbeitswelt der Teilnehmenden. Sie sind eingeladen, Ihre eigenen und auch die Resilienzfaktoren anderer zu erkennen und zu entdecken, wie sie diese bei sich und anderen fördern können.




