Einführung
… Ich habe keine Lehre. Ich zeige nur etwas. Ich zeige Wirklichkeit, ich zeige etwas an der Wirklichkeit, was nicht oder zu wenig gesehen worden ist. Ich nehme ihn, der mir zuhört, an der Hand und führe ihn zum Fenster. Ich stoße das Fenster auf und zeige hinaus. Ich habe keine Lehre, aber ich führe ein Gespräch …
Martin Buber
Liebe Leserinnen und Leser,
mit Freude stellen wir Ihnen das Programm 2010 der Christophorus Akademie für Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit im Interdisziplinären Zentrum für Palliativmedizin des Klinikums der Universität München (IZP) vor.
Auch wenn weiterhin viel zu leisten ist, so wird doch sichtbar und spürbar: Hospiz- und Palliativversorgung ist in unser Gesundheitssystem eingebunden. Die Akademie hält seit 10 Jahren mit dieser Entwicklung Schritt – unterstützt und gefördert durch die Deutsche Krebshilfe und den Christophorus Hospiz Verein e.V. (CHV), das Klinikum der Universität und die Bayerischen Staatsministerien für Umwelt und Gesundheit sowie für Arbeit und Soziales. Die Akademie finanziert sich durch Teilnahmegebühren, Zuschüsse, und Spenden. Der Förderverein Palliativmedizin an der Universität München, die Dr. Ruth Dausch- und Paula Kubitscheck-Vogel- Stiftungen unterstützen die Realisierung spezifischer Aktivitäten und Veranstaltungen sowie curriculare Entwicklung.
Das weiter gewachsene Akademieteam bietet Ihnen gemeinsam mit langjährigen und neu gewonnenen Kursleitungen aus allen Berufsgruppen sowie unserem ausgewiesenen multidisziplinären Referierendenstamm ein bewährtes und gleichzeitig den Entwicklungen angepasstes Qualifizierungsprogramm. Sie können alle Qualifizierungskurse für Fachkräfte aus Medizin, Pflege, psychosozialen Arbeitsfeldern und Seelsorge bei uns absolvieren, die nach den Rahmenvereinbarungen zu den §§ 39a, 37b und 132d SGB V gefördert werden. Das Zentrum und die Akademie sind durch die Bayerische Landesärztekammer ermächtigt, Ärztinnen und Ärzte in Palliativmedizin zu qualifizieren.
Das berufsgruppenübergreifende Angebot für „Fortgeschrittene“ antwortet auf aktuelle Entwicklungen. In unseren berufsgruppenspezifischen Follow-Ups möchten wir Austausch sowie Vernetzung unterstützen. In diesem Sinne haben wir im vergangenen Jahr auf unserer Internetseite einen regionalen Fortbildungskalender eingerichtet, um Ihnen das vielfältige Angebot unterschiedlicher Einrichtungen leichter zugänglich zu machen.
In Kooperation mit der Bayerischen Apothekerkammer werden sich 2010 in einem Pilotkurs Apotheker mit ihrem Versorgungsauftrag und dem Konzept Palliative Care auseinandersetzen können. 2011 wird es erstmals in unserer Akademie ein Angebot für Therapeuten geben, die schwerkranke Menschen durch Körperarbeit Lebensqualität ermöglichen.
Das Akademieteam steht Ihnen gerne für Beratung, Inhouse-Schulung, Projektbegleitung oder Kooperationsveranstaltungen mit berufsgruppenübergreifender Palliative-Care-Expertise zur Verfügung.
Im Sinne der These von Martin Buber, die wir dieses Jahr unserem Programm vorangestellt haben, wollen wir weiter gemeinsam mit Ihnen ausloten, was zu tun, zu beachten und zu bedenken ist, wenn wir schwerkranken Menschen und ihren Angehörigen gerechter werden möchten. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen fachlich Neues zu erkunden, Bewährtes zu reflektieren und unser Handeln ethisch begründet zu hinterfragen.
Gespannt auf die Begegnung mit Ihnen, auf Ihre Erfahrung und Fragen, Ihren Widerspruch und fachlichen Anspruch.
Ihr Akademieteam
Bernadette Fittkau-Tönnesmann M.P.H., Palliativmedizin, Leiterin
Hermann Reigber, Psychosoziale Begleitung, Stellvertretender Leiter
Anne Gruber, Palliativpflege
Jürgen Wälde, Hospizarbeit
Dr. Thomas Hagen, Seelsorge
Petra Rechenberg-Winter, Supervision und Trauerbegleitung
Constanze Rémi, Palliativpharmazie
Petra Wilbiller, Verwaltung
Jutta Rasile, Leitung Sekretariat und Service
Nadja Hourieh Zaza, Sekretariat
Daniel Reinemer, Sekretariat
Helga Hafenbradl, Service