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20 Jahre Christophorus Akademie

Wir qualifizieren Fachkräfte in Hospizarbeit und Palliative Care und vernetzen Menschen, die in diesem Bereich arbeiten. Ein hoher Qualitätsanspruch, moderne Unterrichtsmethoden und die Orientierung an den Bedürfnissen unserer Teilnehmenden sind uns wichtig.

 

Sie finden unsere Veranstaltungen in den Rubriken

QUALIFIZIEREN
VERTIEFEN - VERNETZEN

LEHREN - LERNEN

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

Letztverlässlichkeit, dieser Begriff stammt aus den „Handlungsempfehlungen im Rahmen einer Nationalen Strategie“ zur Umsetzung der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“.
Letztverlässlichkeit meint das gesellschaftliche Netz, das unter den Versorgungsstrukturen liegt – einen Konsens in der Gesellschaft, dass ein Recht auf Sterben in Würde im Rahmen eines humanen Miteinanders Realität werden kann.


Das bedeutet, dass sowohl über das, was Würde meint als auch über das, was Sterben bedeutet, auf einer breiten Basis gesprochen werden muss. Verlässlichkeit setzt einen gesellschaftlichen Dialog voraus. Und sie braucht, neben den kommunikativen Prozessen, stabile Versorgungswege, die von hoher Qualität geprägt und ausreichend finanziert sind.

 

Die Christophorus Akademie hat in den 20 Jahren ihres Bestehens viel zur Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Palliative Care beigetragen. Der Erfolg lässt sich in Zahlen darstellen, aber auch in der Ausweitung auf Themen und Personengruppen, die ursprünglich nicht im Fokus von Palliativmedizin und Hospizarbeit standen.

 

Angeregt durch die Charta stellen wir in unserer Themenreihe Palliativ Forum München Menschen in den Mittelpunkt, bei denen das Eintreten einer unheilbaren Erkrankung mit einer vulnerablen Lebenssituation zusammentrifft: Wohnungslose, Migrantinnen, Menschen mit intellektuellen Behinderungen, Menschen im Strafvollzug, Menschen mit einer dementiellen Erkrankung.
Auch gut geschulte Fachkräfte sehen sich in der Begegnung mit Menschen in verletzlichen Situationen oft überfordert – und die Betroffenen und ihre Zugehörigen fühlen sich in unseren Palliativstationen und Hospizen verloren, falls sie überhaupt den Zugang zu solch guten Angeboten gefunden haben.

 

Letztverlässlichkeit heißt genau hinschauen und hinhören.


Für uns als Bildungseinrichtung heißt es auch, in den Kursen neue Akzente zu setzen, die Curricula auf ihre gesellschaftliche Aktualität zu prüfen oder – wie für die Einrichtungen der Behindertenhilfe geschehen – neue Curricula zu konzipieren.
Letztverlässlichkeit brauchen auch wir, als 20 Jahre älter gewordene Fachleute, für die Zeiten unserer endgültigen Verletzlichkeit, unseres Sterbens…

 

Ich freue mich, wenn wir zusammen mit Ihnen in einen spannenden Prozess der Wertschöpfung eintreten und weiterarbeiten dürfen.

 

Ihr

Hermann Reigber
Geschäftsführender Leiter der Christophorus Akademie

Reigber sign

 

 

 

 

signet 20 Janhre CA I a

 

Stand: September 2019