Information zum Lehrbetrieb und Corona-Virus (Sars-CoV-2)

Liebe Teilnehmer*innen, 
die Akademieleitung hat beschlossen, dass bis auf weiteres alle Kurse und Veranstaltungen ausschließlich virtuell stattfinden. 
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Für Fragen Ihre Kursbuchung betreffend, kontaktieren Sie uns gerne unter
Telefon 089/4400-77930 oder christophorus-akademie@med.uni-muenchen.de.


Ihr Team der Christophorus Akademie

 

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Digitale Lehre im Praxistest

Seit einem Jahr leben und lehren wir während einer Pandemie. Nun ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen. In einem aktuellen Artikel der Zeitschrift für Palliativmedizin hat der Leiter der Christophorus Akademie, Hermann Reigber, zusammen mit sieben weiteren Lehrenden, die an unterschiedlichen deutschen (Universitäts-)Kliniken und Palliativakademien tätig sind, die Erfahrungen mit der studentischen Lehre sowie der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Fachkräften aus der Palliativversorgung während des ersten Lockdowns zusammengetragen.

Damals sah man vor allem noch die Nachteile des digitalen Lernens und die Aspekte des Unterrichts, die wegzufallen drohten. Das betraf insbesondere die Interaktion zwischen den Teilnehmenden und den Lehrenden, die Vermittlung einer palliativen Haltung und die auf Präsenz abgestimmte Methodik. Haben sich diese Befürchtungen bewahrheitet?


Die Interaktion hat sich verändert, das stimmt. Damit auch über Zoom Mimik und Gestik zur Kommunikation beitragen können, sollten die Kameras der Teilnehmenden grundsätzlich eingeschaltet sein. Dadurch wird vermieden, dass Referierende zu „schwarzen Kacheln“ sprechen müssen. Die in der Regel sehr zuverlässige Verbindung über Zoom hält die zusätzliche Datenmenge aus und so können in der Galerieansicht bis zu 49 Teilnehmende gleichzeitig gesehen werden. Um den informellen Austausch zu ermöglichen, hat es sich bewährt, in den Pausen virtuelle Pausenräume einzurichten, in denen die Teilnehmenden sich eigenständig mit anderen vernetzen können.


Die Vermittlung der palliativen Haltung hat entgegen der Befürchtungen auch im digitalen Format funktioniert. Selbst Kommunikationsübungen mit Schauspielpatient*innen konnten über Zoom angeboten werden und haben ihr Ziel erreicht.


Bei der Frage nach der angepassten Methodik muss zunächst überlegt werden, wo genau die Unterschiede zwischen digitalen und Präsenzveranstaltungen sind. In dem bereits erwähnten Artikel wird davon ausgegangen, dass es grundsätzlich ähnliche Formate sind: „Bei einem ‚virtuellen Klassenraum‘ oder anderer synchroner Kommunikation ist jederzeit ein Kontakt wie in Präsenzveranstaltungen möglich, sodass eine ‚räumliche Trennung‘ im Sinne des Fernunterrichtsgesetz nicht gegeben ist, obwohl Lernende und Lehrende sich an unterschiedlichen Orten aufhalten.“ Nach der Erfahrung des letzten Jahres sollte bei digitalen Veranstaltungen allerdings darauf geachtet werden, häufigere Pausen einzuplanen und häufiger die Lernform zu wechseln, da die Arbeit am Bildschirm schneller ermüden und die Konzentration schwinden lässt.


Insgesamt bestätigen auch die Rückmeldungen der Teilnehmenden, dass der digitale Unterricht eine gleichwertige Alternative zum klassischen Unterricht in der Akademie ist. Der Artikel, auf den Bezug genommen wurde, ist nachzulesen in der Zeitschrift für Palliativmedizin 03/21 auf den Seiten 72-76, erschienen im Thieme Verlag.

                                                                                                                                                                  

 

 

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